Du stehst vor der Entscheidung zwischen Edelstahl- und Gusseisenpfanne?
Viele Hobbyköche kaufen die erstbeste Pfanne und ärgern sich später über ungleichmäßige Hitzeverteilung oder schwierige Reinigung.
Das muss nicht sein!
Hier erfährst du alle wichtigen Unterschiede zwischen beiden Pfannentypen.
Inhaltsverzeichnis
Material und Aufbau: Die Grundlagen
Edelstahlpfannen bestehen aus einer Legierung verschiedener Metalle, hauptsächlich Eisen, Chrom und Nickel. Der hohe Chromanteil sorgt für die charakteristische Rostbeständigkeit. Hochwertige Modelle haben oft einen Aluminium- oder Kupferkern im Boden für bessere Wärmeleitfähigkeit.
Gusseisenpfannen werden aus geschmolzenem Eisen in einer Form gegossen. Das Material ist deutlich schwerer und dicker als Edelstahl. Rohe Gusseisenpfannen müssen eingebrannt werden, um eine natürliche Antihaftschicht zu entwickeln.
Wärmeverhalten: Aufheizen und Speichern
Edelstahl: Schnell und reaktionsfreudig
Edelstahlpfannen heizen sich schnell auf und reagieren sofort auf Temperaturänderungen. Das macht sie ideal für Gerichte, die präzise Temperaturkontrolle benötigen. Allerdings können sie auch schnell überhitzen, wenn du nicht aufpasst.
Die Wärmeverteilung ist bei günstigen Modellen oft ungleichmäßig. Hochwertige Pfannen mit mehrschichtigem Boden lösen dieses Problem.
Gusseisen: Langsam aber ausdauernd
Gusseisenpfannen brauchen länger zum Aufheizen, speichern die Wärme aber deutlich besser. Einmal heiß, bleiben sie lange warm – perfekt für scharfes Anbraten und langsames Schmoren, beispielsweise in Schmorpfannen.
Die dicke Materialstärke sorgt für sehr gleichmäßige Hitzeverteilung ohne Hotspots.
Handhabung und Pflege im Alltag
Edelstahl: Pflegeleicht und robust
- Spülmaschinengeeignet
- Verträgt alle Reinigungsmittel
- Kann nicht rosten
- Relativ leicht im Gewicht
Edelstahlpfannen verzeihen Pflegefehler. Du kannst sie bedenkenlos in die Spülmaschine stecken oder mit aggressiven Reinigern behandeln.
Gusseisen: Aufwändiger aber langlebiger
- Nur mit warmem Wasser und Bürste reinigen
- Nach dem Spülen sofort abtrocknen
- Regelmäßig dünn einölen
- Nicht spülmaschinengeeignet
Gusseisenpfannen brauchen mehr Aufmerksamkeit. Spülmittel und längerer Kontakt mit Wasser können die Patina beschädigen und Rost verursachen.
Kocheigenschaften: Was gelingt womit besser?
Perfekt für Edelstahl
- Saucen und Fonds (durch Ablöschen der Röstaromen)
- Schnelle Pfannengerichte
- Alles mit Säure (Tomaten, Wein, Zitrus)
- Fisch und helles Fleisch
Ideal für Gusseisen
- Steaks und dunkles Fleisch
- Bratkartoffeln
- Schmoren und langsames Garen
- Backen (ofengeeignet bis sehr hohe Temperaturen)
Preis-Leistungs-Verhältnis
Edelstahlpfannen gibt es in jeder Preisklasse. Gute Modelle bekommst du ab 50 Euro. Profi-Pfannen können über 200 Euro kosten.
Gusseisenpfannen sind meist günstiger in der Anschaffung. Solide Qualität startet bei etwa 30 Euro. Dafür halten sie bei guter Pflege ein Leben lang.
Fazit: Welche Pfanne für wen?
Wähle Edelstahl, wenn du vielseitig kochen möchtest, wenig Zeit für Pflege hast und Wert auf einfache Handhabung legst.
Entscheide dich für Gusseisen, wenn du gerne scharf anbrätst, die traditionelle Kochart schätzt und bereit bist, etwas mehr Zeit in die Pflege zu investieren.
Idealerweise gehören beide Pfannentypen in eine gut ausgestattete Küche – sie ergänzen sich perfekt für unterschiedliche Kochanforderungen.